Case Study · Für Marketing & Vertrieb

Zwei Entwürfe für die Produktseite. Erst testen, dann entscheiden.

Im Meeting liegen zwei Entwürfe auf dem Tisch. Ein gemeinsamer Vergleich fehlt noch.

Vorher und Nachher

Dieselbe Aufgabe, zwei Zustände – in der Sprache des Schreibtischs, an dem sie landet.

Vorher

  • Zwei gute Gestaltungsideen stehen zur Wahl.
  • Im Meeting lässt sich ihre Wirkung nicht beobachten.
  • Nach einer Entscheidung fehlt der direkte Vergleich.

Nachher

  • Beide Varianten werden parallel ausgespielt.
  • Besucher sehen während ihres Besuchs dieselbe Variante.
  • Die Auswertung folgt nach dem Testlauf.

Die Frage, die im Meeting offenblieb

Auf einer mobilen Produktseite können schon wenige Gestaltungsschritte verändern, wie sich ein Einkauf anfühlt. Hier standen unterschiedliche Ideen für Produktbild, Paginierung und Preiszugriff im Raum. Jede hatte gute Gründe – und im Meeting ließ sich nicht klären, welche im Alltag besser trägt.

Das Team brauchte keine weitere Meinungsrunde. Es brauchte einen Weg, beide Entwürfe unter vergleichbaren Bedingungen anzusehen, bevor sich jemand festlegt.

Die konkrete Frage blieb deshalb bewusst offen: Welche Variante unterstützt mobile Käufer bei der vereinbarten Aufgabe besser?

Zwei Varianten unter denselben Bedingungen

Die mobile Produktseite wurde als Test mit zwei Varianten angelegt. Beide Versionen liefen parallel auf derselben Seite. Beim Besuch blieb die Zuordnung stabil, sodass niemand während eines Einkaufs zwischen den Varianten wechselte.

Im Vergleich standen das Produktbild im Vollbild mit neuer Paginierung sowie ein dauerhaft sichtbarer Preis. Der Test sollte zeigen, wie diese Gestaltungsentscheidungen unter demselben Aufbau wirken.

Wichtig ist dabei nicht, möglichst viele Änderungen auf einmal hineinzupacken. Ein verständlicher Test braucht eine konkrete Frage und zwei klar erkennbare Varianten.

Die Entscheidung wartet auf die Auswertung

Ein Besucher öffnet die Produktseite auf dem Handy und sieht eine der beiden Varianten. Beim nächsten Schritt auf der Seite bleibt diese Version für den Besuch erhalten. Für die spätere Auswertung wird festgehalten, welche Variante ausgeliefert wurde.

Nach dem Testzeitraum folgt die Auswertung. Sie soll zeigen, welche Gestaltung die vereinbarte Frage besser beantwortet. Ein Ergebnis oder einen Gewinner behauptet dieser Fall bewusst nicht: Die Auswertung steht noch aus.

Ein Test nimmt einem Team die Entscheidung nicht ab. Er gibt der Entscheidung eine bessere Grundlage, weil zwei konkrete Varianten nicht nur beschrieben, sondern im gleichen Rahmen gegenübergestellt werden.

Was vor dem Test geklärt sein muss

Formuliere zuerst die Frage, die der Test beantworten soll. Danach lässt sich festlegen, was sich zwischen den Varianten ändern darf und welche Bedingungen für beide gleich bleiben müssen.

Erkennst du deinen Ablauf wieder? Erzähl uns davon – wir hören zu und sagen, was sich übertragen lässt.

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